Kultur liegt in der Luft

Ein Interview im arthotel Blaue Gans mit Iris Niederreiter.

Das arthotel Blaue Gans in Salzburg ist nicht nur eine Schatzkiste an moderner Kunst, sondern auch ein Ort, wo man gepflegt einen guten Drink zu sich nehmen kann, wie zum Beispiel den Lillet-Cocktail KaMi. Die Marketingverantwortliche Iris Niederreiter weiß so einiges über das historische Haus und die dort gepflegte Kultur zu berichten.

Euer Haus steht für Design, Kultur und natürlich Kunst und ihr bietet euren Gästen mehr als 120 Kunstwerke. Nach welchen Aspekten werden die Künstler bzw. die ausgestellten Werke ausgesucht?

Unser Haus steht und fällt mit dem Besitzer, Herr Andreas Gfrerer, dessen Konzept auf dem Begriff „Begegnung“ basiert. Kunst ist seine Leidenschaft, er kennt viele Menschen aus der Kunst- und Kulturszene. Man trifft sich hier, tauscht sich aus, spricht über gemeinsame Interessenten und dann kommt es schon mal vor, dass uns ein Künstler auch ein Kunstwerk hinterlässt. Zum Beispiel machte Julius Deutschbauer mit seiner Bibliothek ungelesener Bücher hier Station oder auch Carsten Fock, von dem wir etliche Zeichnungen erhielten. Wenn ein neues Kunstwerk kommt, wird beratschlagt, wo es im Haus optimal positioniert wird – in Bezug auf Thematik und Optik.

Gibt es ein Stück, das bei den Gästen besonders beliebt ist?

Definitiv das interaktive Kunstwerk von David Moises, Shannon‘s Hand, eine Metallbox mit einem Schalter, welche sich im Eingangsbereich des Hotels befindet. Wenn man diesen kippt, öffnet sich die Box und es kommt eine Hand zutage, die sich zum Schalter bewegt, ihn betätigt und sich damit sozusagen selbst „ausschaltet“. Daraufhin zieht sich die Hand wieder in die Box zurück.

Welches Jubiläum feiert ihr heuer? Wie wird dieses gestaltet?

Das Haus wurde von unserem Chef im Oktober vor 20 Jahren übernommen. Anschließend wurde es renoviert und dann im Mai 1998 wiedereröffnet. Seit 2002 gibt es die Marke „arthotel“. Im Zuge des 20. Jubiläums gibt es diverse Renovierungsarbeiten, wie zum Beispiel die Neugestaltung der Fassade zur Getreidegasse, eine Überarbeitung der Zimmer und Gänge oder den Austausch sämtlicher Kastenfenster. Auch die Kunst wird besser in Szene gesetzt, indem in Zukunft eine Bildbeleuchtung zum Einsatz kommt. Am 27. April eröffnen wir dann im neuen Glanz.

Wenn Barbara Rett im Rahmen der Salzburger Festspiele in der Lesestube Ihres Hauses für den ORF internationale Künstler interviewt, wen trifft man da zum Beispiel an?

Es kommen natürlich jene, die bei den Festspielen große Rollen spielen, wie zum Beispiel Anna Netrebko, Rolando Villazon oder Tobias Moretti, aber auch die Leiterin des Staatsopernchores oder die Regisseure der Aufführungen.

Wenn die Künstler nur für kurze Auftritte oder Konzerte in der Stadt sind, wohnen sie auch hier im Haus, da aber da die meisten Künstler längere Engagements haben, werden sie in Wohnungen untergebracht, teilweise sogar etwas außerhalb, um nicht ständig im Fokus der Öffentlichkeit zu sein.

Besuchst du Veranstaltungen im Rahmen des Festspiel-Programms?

Wenn es sich ergibt, sehr gerne. Manchmal haben unsere Gäste zu viele Karten und geben sie weiter. Es gibt aber das ganze Jahr tolle Veranstaltungen und als Hotel wird man seitens des Tourismusverbandes über alles informiert. Ich war auch schon mal beim Jedermann – das ist schon ein besonderes Erlebnis. Das Ambiente am Domplatz ist einzigartig. Zu dieser Zeit liegt in Salzburg einfach Kultur in der Luft, man spürt es an jeder Ecke und wird davon auf positive Weise infiziert.

Elisabeth Böck und Cornelia Pichler, gemeinsam Womanly, begaben sich abermals für LIFESTYLEHOTELS und unseren Kooperationspartner LILLET auf die Reise, um spannende Interviews mit außergewöhnlichen Power-Frauen zu führen.