Lienz | Red Bull Dolomitenmann

Unerbittlich, hart aber doch so beliebt – der Red Bull Dolomitenmann. Denn die großzügig bemessene Marathonstrecke von 43 Kilometern hat es in sich. Laufen, fliegen, mountainbiken und paddeln verlangt den Teams einiges ab. Ins Leben gerufen wurde diese inoffizielle Extremsport-WM vom ehemaligen österreichischen Skirennläufer Werner „Grizzly“ Grissmann (Abfahrts-Bronze-Medaille in Garmisch-Partenkirchen 1978). Grissmann galt immer als bunter Vogel, aber nie als Sportler, der sich gerne quälte.

Osttirol hat weit über 200 Dreitausender. © Shutterstock

Osttirol hat weit über 200 Dreitausender. © Shutterstock

1988 erfand er den Red Bull Dolomitenmann, bei dem sich seither jährlich tausende Sportler in Osttirol freiwillig quälen. Im gleichen Jahr begann auch der Siegeszug vom Energy Drink Red Bull. Der Red Bull Dolomitenmann war das erste große Sportevent, das der Energy-Drink-Hersteller sponserte und auch bis heute sponsert.

Die Vierer-Teams starten in diesem Jahr am 12. September am Lienzer Hauptplatz. Die erste Etappe der großzügigen 43 Kilometer ist der Berglauf. Hier müssen rund 2000 Höhenmeter Steigung überwunden werden. Dabei verlaufen die ersten Kilometer flach und ab dem Fuß des Berges muss der Läufer bzw. die Läuferin die Strecke in 1,5 bis 2,5 Stunden meistern.

Am Paragleiter-Platz übergibt der Läufer das Staffelholz an seinen Teamkollegen oder seine Teamkollegin. Der Paragleiter hat zwei Etappen zu überwinden. In diesem Jahr startet er am Kuhbodentörl, landet in Taxer Moos und von dort aus fliegt er weiter nach Leisach.

Im Fußballstadion Leisach übergibt der Paragleiter dem Mountainbiker das Staffelholz. Für diesen gilt es nun 26 Kilometer uphill und downhill in Bestzeit zu bestreiten. Um schlussendlich dem letzten Teamplayer das Staffelholz, für die Kajakstrecke in der Drau, zu übergeben.

2015 dürfen 125 Teams starten – die Anmeldungen sind schon im Gange. Wer nicht persönlich an der inoffiziellen Extremsport-WM teilnehmen möchte, sollte diesem einzigartigen Event als Zuschauer beiwohnen.

Hoteltipp für Osttirol: Gradonna Mountain Resort

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